Ein Labordiamant ist ein echter Diamant. Er ist weder eine Imitation noch ein Zirkonia oder Moissanit: Er besteht aus kristallisiertem Kohlenstoff, genau wie ein Diamant aus der Mine. Nur die Herkunft ist anders. Das sollten Sie wissen, bevor Sie einen wählen.
Wie entsteht ein Diamant im Labor?
Man bildet die Bedingungen nach, unter denen Diamanten im Erdinneren entstehen. Es gibt zwei Verfahren:
- HPHT (Hochdruck, Hochtemperatur): Kohlenstoff wird extremem Druck und extremer Hitze ausgesetzt, wie in der Tiefe der Erde.
- CVD (chemische Gasphasenabscheidung): Der Diamant wächst Atomschicht um Atomschicht aus einem kohlenstoffreichen Gas.
In beiden Fällen dauert das Wachstum mehrere Wochen. Neu ist das Verfahren nicht: Der erste reproduzierbare Diamant entstand 1954 bei General Electric.
Labordiamant und Minendiamant: die Unterschiede
| Labordiamant | Minendiamant | |
|---|---|---|
| Zusammensetzung | Reiner Kohlenstoff | Reiner Kohlenstoff |
| Härte | 10 von 10 (Mohs-Skala) | 10 von 10 |
| Glanz | Identisch | Identisch |
| Bewertung | Die 4C: Farbe, Reinheit, Schliff, Karat | Die 4C |
| Herkunft | Bekannt, ohne Bergbau | Mine, lange Lieferkette |
| Preis | Deutlich tiefer | Höher |
Mit blossem Auge, selbst mit der Lupe, kann niemand den Unterschied erkennen. Das können nur spezialisierte Laborgeräte.
Warum ist ein Labordiamant günstiger?
Weil Exploration, Abbau und eine lange Kette von Zwischenhändlern wegfallen. Konkret kann man beim gleichen Budget einen grösseren, weisseren oder reineren Diamanten wählen. So wird ein ganzes Karat möglich, wo das Budget sonst oft nur ein halbes erlaubt hätte.
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Der Hinweis «im Labor gezüchtet» muss klar angegeben sein. Ein seriöser Anbieter versteckt ihn nicht.
- Ein Zertifikat für grössere Steine: Es nennt Farbe, Reinheit, Schliff, Gewicht und Wachstumsverfahren. Die bekanntesten stammen vom IGI oder GIA.
- Die 4C: Für einen Verlobungsring ergeben eine Farbe D bis F und eine Reinheit VS oder besser einen sehr weissen Stein ohne sichtbare Einschlüsse.
- Die Fassung: Ein schöner Diamant verdient ein Metall, das hält. Für einen Ring, der täglich getragen wird, bleibt Massivgold die beste Wahl.
Was man ehrlich wissen sollte
Ein Labordiamant hat einen tieferen Wiederverkaufswert als ein Minendiamant. Wer einen Stein als Geldanlage kauft, ist damit falsch beraten. Wer ein Schmuckstück zum Tragen, Schenken und Behalten kauft, bekommt genau denselben Diamanten für viel weniger.
Unsere Labordiamanten
- Unsere Verlobungsringe tragen einen Labordiamanten der Farbe D und Reinheit VVS mit IGI-Zertifikat, gefasst in massivem, gestempeltem Weissgold, ab CHF 1290.
- Unsere Linie Essentials verwendet kleine Labordiamanten auf Schmuck, der mit 18 Karat Gold vergoldet ist: Ohrstecker Solitär, Kette Solitär, Ring Quintet…
Wir verwenden keine Imitationen: weder Zirkonia noch Moissanit noch Glas. Mehr über unsere Steine.
Häufige Fragen
Kann ein Labordiamant vergilben oder seinen Glanz verlieren?
Nein. Er ist ein Diamant: Er verändert seine Farbe nicht und lässt sich nur von einem anderen Diamanten zerkratzen.
Kann ein Juwelier erkennen, dass es ein Labordiamant ist?
Nicht mit blossem Auge. Dazu braucht es ein spezielles Gerät. Das Zertifikat und oft eine Laserinschrift auf dem Stein geben die Herkunft an.
Ist ein Labordiamant ethischer?
Er vermeidet den Bergbau und dessen Folgen für die Böden. Seine Herstellung braucht Energie: Herkunft und Transparenz des Herstellers zählen.
Was ist der Unterschied zu Zirkonia oder Moissanit?
Zirkonia und Moissanit sind andere Materialien, die Diamanten imitieren. Ein Labordiamant dagegen ist ein Diamant.